The Cruisers · 1988–2011


Andy erinnert sich noch genau: "Es war Mitte der 80er Jahre, als mich ein junger Engländer Namens David C. White fragte, ob ich mit ihm eine Band aufmachen wollte."

 

Andy war unter anderem Mitbegründer der Pee Wee Bluesgang. David mochte seine Telecaster und seinen Stil: "Aber nicht Stormy Monday. Sondern Rock'n Rock, Pubrock, Party! Dr. Feelgood, Micky Jupp, Georgia Satellites, Fabulous Thunderbirds. Laut, schnell und dirty!"

 

Das konnte Andy sich auf Anhieb sehr gut vorstellen, da seiner Meinung nach der Blues in Deutschland oft viel zu ernsthaft und kulturlastig betrachtet wird: "Wenn man Muddy Waters live sieht, kann man sich gut vorstellen, dass auch die alten Ami-Bands mit ihren Kapellen schon jede Menge Spaß auch abseits der Bühne hatten. Diese Leichtigkeit würde uns auch gut zu Gesicht stehen. Wir waren uns sehr schnell einig und schon stand D. C. & The Cruisers":

 

David C. White: vocals & harp
Andy Mester: guitars
Stefan Widholtd: keyboards
Stefan Breuer: bass
Volker Kreft: drums
Peter Schulte: Sax (als Gast bei einigen Auftritten)

 

Der erste Gig war in der "Galerie" im Mühlentor Iserlohn und es wurde ein rauschender Abend. Das Konzept ging voll auf. "Die Party ist angerichtet" und "Passt Texasblues und Pubrock zusammen? Auf jeden Fall, wenn es dabei um D. C. & The Cruisers geht" schrieb die Presse.

 

Die Band düste im Zickzack durch die Republik: Jazzfestival Balver Höhle, Meisenfrei Bremen, Cafe Hahn Koblenz, Blue Monday Freiburg, Alter Bahnhof Frankfurt, Weißer Bär Düsseldorf, Oschersleben, Schloss Saarbrücken, Blue Wave Rügen, Rheinwiesen Düsseldorf undundund.  

 

Andy: "Wir standen auf der Bühne vor 3.000 (echten) Bikern in Hamburg und das Easy Rider Magazin überschüttete uns mit Lob. Die meisten Gigs waren Abos und kamen immer wieder. Im heimischen Henkelmann müssen wir vor ausverkauftem Haus unsere Christmas-Party mindestens ein Dutzend mal abgefackelt haben." 

 

Die Besetzung wechselte zwischendurch:

David C. White: vocals & harp
Andy Mester: guitars
Uwe Hagemann: guitars
Jörg Schmitz: guitars
Udo Gersdorf: bass 
Holger Neumann: drums 

 

Das kleinste, dauerhafteste und harmonischste Line-Up war auch das letzte:

David C. White: vocals & harp
Andy Mester: guitars
Bernd Klümper: bass 
Holger Neumann: drums 

 

Die Band nahm drei CDs auf: "Live At The Feelgood", "Back For More" und "Never Far From A Bar". Alle Aufnahmen wurden live ohne Overdubs oder nachträgliche Änderungen von Harro Kleffmann aufgenommen.

 

D. C. & The Cruisers waren sicherlich eine der besten Bands in Deutschland, wenn es um britischen Pubrock ging. Dr. Feelgood waren von Anfang an die Heroes und die Marschrichtung der Cruisers war zu jedem Zeitpunkt glasklar.

 

Andy: "Egal, welcher Titel uns in die Quere kam, er wurde kurzerhand "cruisified". Das heißt, auf Pubrockformat zusammengefaltet und dann losgekeult."